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Konzertankündigung

shz.de

15. Juli 2020

von

 

Nach Corona-Zwangspause

Wedeler Kammerchor plant neue Proben:

Auch Konzerte soll es geben

 

Valeri Krivoborodov dirigiert die beiden Ensembel Kammerchor und Kammerorchester jetzt schon seit mehr als 15 Jahren.

Archivfoto: Falkenberg

 

Den Kammerchor haben die angeordneten Abstandsgebote besonders getroffen. Doch es gibt Hoffnung.

 

Wedel | Lange musste auch der Vorstand des Fördervereins Kammerchor und Kammerorchester Wedel warten, bis eine realistische Planung der neuen Saison überhaupt denkbar ist. Auch hier mussten aufgrund der Corona-Pandemie einige Konzerte abgesagt werden.

Zum Beispiel die beiden für das zweite Halbjahr vorgesehenen Veranstaltungen: das große Beethovenkonzert am 27. September und Mozarts „Requiem“ am 1. November. Sie werden auf das kommende Jahr 2021 verschoben werden müssen. Denn: Chor-Konzerte sind wegen der Ansteckungsgefahr durch Aerosole weiterhin nicht möglich.

 

Keine Proben - eine riesige Enttäuschung

Dass auch die Proben aufgrund von Corona nicht stattfinden durften, war für die Mitglieder des Wedeler Kammerchors eine zusätzliche riesige Enttäuschung.

 

Alle waren natürlich sehr traurig darüber, dass wir nicht proben durften,

sagt die Vorsitzende Gaby Nowak.

 

Doch das Ensemble ließ den Kopf nicht hängen und blieb bezüglich Pandemie-Anordnungen auf dem Laufenden. Man habe sich in dieser Zeit kontinuierlich mit dem Gesundheitsamt ausgetauscht, um bei Lockerungen direkt ausloten zu können, was im Bereich des Möglichen für die Sänger des Chors sei, sagt Nowak. Das Ergebnis:

 

Bald können wir wieder singen. Wir werden ab dem 7. September mit den einzelnen Stimmgruppen wieder proben. Mal übt der Sopran, dann sind die Bässe dran, dann die Tenöre, erklärt die Vorsitzende.

 

Stattfinden soll das Ganze nach wie vor in der Gebrüder-Humboldt-Schule – natürlich alles unter Einhaltung des Mindestabstands. Das Streichorchester wird sogar bereits Ende August wieder mit den Proben starten. Nowak: „Das Wichtige ist, dass man sich auch mal wiedersieht.“ Im Gegensatz zu vielen anderen Sängern und Musikern, die sich während des Lockdowns auch Online zum Proben getroffen haben, hat der Förderverein aus einem ganz einfachen Grund auf diese Maßnahme verzichtet:

 

Viele Mitglieder haben zuhause einfach nicht die technischen Möglichkeiten für eine solche Umsetzung, erläutert Gaby Nowak.

 

Nicht nur Proben dürfen also wieder stattfinden. Auch für den Konzertbetrieb sind die Corona-Regeln gelockert, weshalb der Vorstand bereits das zweite Halbjahr 2020 plant. Zunächst wird es allerdings nur kleinere Formate ohne Chor und große Bläsergruppen geben. Das Weihnachtskonzert soll, wie vorgesehen, am 12. Dezember stattfinden – leider noch ohne Gesang, so die Verantwortlichen. Sobald das Programm endgültig steht, werde es auf der Homepage des Fördervereins veröffentlicht, erklärt Pressewartin Monika Thöm.

 

Kleiner Beitrag zum Beethoven-Jahr

Sein erstes Konzert nach dem Lockdown veranstaltet der Förderverein am Sonnabend, 3. Oktober, um 17 Uhr im Ernst-Barlach-Saal: Stefan Czermak (Violine), Valeri Krivoborodov (Violoncello) und Edda Blufarb (Piano) werden das Publikum mit einigen der schönsten Sonaten Beethovens erfreuen. „Das ist dann ein etwas kleinerer Beitrag zum Beethoven-Jahr, als ursprünglich vom Förderverein gedacht, aber trotzdem schön“, so Thöm.

 

Hoffen auf viele Gäste

Programmabfolge und konkrete Hinweise zum Kartenverkauf werden rechtzeitig auf der Homepage des Kammerchors mitgeteilt. Nowak: „Wir freuen uns riesig, wieder Musik machen zu können und hoffen auf möglichst viele Gäste. Natürlich nur so viele, wie dann zugelassen sind.“nur so viele, wie dann zugelassen sind.“